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Deutschland
20.04.2010, 16:04 von millgramm
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Schwimmausrüstung

Wie bei jeder Sportart kommt es auf die richtige Ausrüstung an. Tragekomfort und Nützlichkeit sind die wichtigsten Gesichtspunkte. Schwimmen ist eine vergleichsweise preisgünstige Sportart. Neben Eintrittsentgelt für das Schwimmbad und Ausgaben für Schwimmbekleidung sollten Sie  die Anschaffung einiger Übungs- und Trainingsutensilien nicht scheuen. Diese Hilfsmittel erleichtern Ihre Übungsfortschritte im Techniktraining ebenso wie Ihre Steigerung im konditionellen Bereich. Die meisten der folgenden Artikel erhalten Sie in Sportgeschäften, Freizeitparks und in öffentlichen Schwimmbädern, aber auch online und im Versandhandel.

Schwimmbekleidung
Haifischhaut, Ganzkörperanzug, strömungsgünstig verwirbelnde Stoffstrukturen, dies sind nur einige der Schlagworte, mit denen die Schwimmbekleidungsindustrie in den letzten Jahren versuchte den Markt anzukurbeln. Wenn man den Anpreisungen der Hersteller Glauben schenken darf, dann läuft das Wasser über die Stoffe tatsächlich besser, also widerstandsärmer ab, als über die menschliche Haut. Diese soll zudem in den engen Ganzkörperanzügen derart gestrafft werden, dass auch der Wirbelwiderstand verringert werden kann.

Aber auch bei der „normalen“ Schwimmbekleidung gibt es einiges zu beachten. Egal ob Schwimmanzug oder Sportbikini, Slipform oder Radlerhose, tragen Sie, worin Sie sich wohl fühlen.

Achten Sie beim Kauf auf Komfort und bequemen Sitz. Weder Wasser noch Luft sollte sich beim Schwimmen in der Badehose verfangen, und bei Badeanzügen ist es wichtig, dass sie nicht unter den Armen reiben.

Die meisten Badehosen und Badeanzüge sind heute aus Elasthan, einem Kunststoff, der den Widerstand im Wasser vermindert. Das Angebot hat sich durch die Mode erweitert: inzwischen gibt es neben den traditionellen auch knielange Modelle und Ganzkörper-Badeanzüge. Laut Herstellern wurden diese Anzüge nach Erkenntnissen aus der Bionik entwickelt; sie imitieren also Tiere wie z.B. Haie. Für den Fitnessschwimmer sind alle diese Modelle geeignet, die im Übrigen auch schnell trocknen.

Guten Sitz haben Anzüge und Hosen mit Nähten in Richtung des Schritts und üer dem Gesäß. Die heute üblichen lockeren Badeshorts sind für ein Schwimmtraining völlig ungeeignet. Eine richtige und vor allem reelle Wasserlage kann darin nur schwerlich erreicht werden.

Die Lebensdauer von Badeanzügen und Badehosen können Sie verlängern, wenn Sie nach dem Schwimmen Chlorrückstände ausspülen. Auch Sand, Salz und Sonnenöl können sie schädigen. Spülen Sie am Abend die Badehose einfach mit normalem Leitungswasser, damit Sie länger etwas von ihr haben.

Schwimmbrille
Sie ist neben Schwimmhose und –anzug das wichtigste Utensil des Schwimmers. Sie dient zum einen als Schutz für die Augen vor chemischen Zusätzen wie Chlor, welches in den meisten Schwimmbädern zur Wasseraufbereitung verwendet wird, und vor organischen Wasserbestandteilen in See- und Meerwasser. Zum anderen sorgt eine gut präparierte Brille für klare Sicht über und unter Wasser. Sie stellt damit einen nicht zu unterschätzenden Sicherheitsfaktor dar, zumal Zusammenstöße leichter vermieden werden können.

Um eine gute Sicht zu gewährleisten, muss allerdings das Beschlagen der Gläser verhindert werden. Bei den meisten handelsüblichen Brillen erledigt dies zunächst die bereits vom Hersteller aufgetragene anti-fog Beschichtung. Da diese Beschichtungen nur einige Wochen anhalten, gibt es im Handel Lösungen zum Nachbessern.

Zum Tieftauchen sind Schwimmbrillen im übrigen nicht geeignet. Da die Gläser keine Verbindung zu Nase oder Mund haben, kann bei erhöhtem Wasserdruck in größeren Tiefen kein Druckausgleich durchgeführt werden. Die Folge ist schon ab einer Tiefe von 2 bis 3 m ein starker Druck auf die Augäpfel, der zum Platzen von Blutgefäßen im Auge führen kann.

Wählen Sie die Schwimmbrille nach Ihren persönlichen Bedürfnissen. Wenn Sie häufig vom Startblock springen wollen oder die Teilnahme an Wettkämpfen erwägen, entscheiden Sie sich möglichst für ein kleines und widerstandsarmes Modell. Nehmen Sie ein bequemes, meist größeres Modell, wenn Sie eher in ruhigem Tempo Ihre Bahnen ziehen wollen. Unkompliziert sind Modelle mit festem, also nicht verstellbarem Nasensteg, jedoch sind diese nicht für jeden Augenabstand geeignet. Festeren Sitz versprechen Gummi- bzw. Silikonbänder, welche doppelt über den Hinterkopf geführt werden.

Wer nur wenig Erfahrung mit Schwimmbrillen hat, sollte sie vorsichtig aufsetzen, um keine Augenverletzung zu riskieren. Setzen Sie zuerst die Gläser über die Augen, und halten Sie sie dort fest, während Sie das Gummiband in einer Kreisbewegung zunächst über die Stirn und den Scheitel nach hinten ziehen, bis es bequem am Hinterkopf anliegt.

Badekappe
In manchen Bädern ist das Tragen von Kappen zur Aufrechterhaltung einer hohen Wasserqualität Pflicht, in anderen vertraut man auf gute Filteranlagen. Aus hygienischen und ästhetischen Gründen sollten lange Haare jedoch „verpackt“ werden. Sie meisten Leistungsschwimmer benutzen Schwimmkappen vor allem in Wettkämpfen, damit Haare nicht die Sicht behindern, beim Einatmen in den Mund hängen oder das darüber langsam ablaufende Wasser zum verschlucken führt. außerdem hält die Latexkappe das Chlor von den Haaren fern. Zudem schützen Bademützen vor Auskühlung. Auch hier gibt es große Material- und Qualitätsunterschiede. Mittlerweile werden Mützen aus Silikon am häufigsten verwendet.

Nasenklammern
Sie schützt vor Eindringen des Wassers in die Nase, vor allem beim Rückenschwimmen, dem Rückenstart und bei den Rollwenden.

Manche Schwimmer verwenden Nasenklammern, weil sie Probleme haben, den Druck in der Nase und den Druck im Wasser auszugleichen. Die meist U-förmige Klammer wird über die Nase gestülpt und mit einem Gummiband über den Hinterkopf fixiert.

Für welches Modell Sie sich entscheiden, ein reines Kunststoffteil oder eines mit metallbügel, eines mit oder eines ohne Befestigungsband, bleibt Ihnen überlassen. Hauptsache ist, dass Ihnen die Klammer nicht von der Nase rutscht oder stark drückt.

Ohrenstöpsel
Es gibt eine Reihe von Schwimmern, die aufgrund von Krankheiten oder angeborener Probleme im Innenohr diese Sportart auf ärztliches Anraten zeitweise oder dauerhaft nicht ausüben dürfen. Die Gefahr der Aufnahme von keimen ist gerade über entzündete Gehörgänge latent vorhanden. Auch Ohrenstöpsel sind nur bedingt ein Schutz gegen das Eindringen von Wasser. Bei der Verwendung ist äußerste Gewissenhaftigkeit angesagt, damit sie sich nicht nach einigen geschwommenen Bahnen aus den Ohren lösen.

Herzfrequenzmonitore
Herzfrequenzmonitore sehen meist aus wie Armbanduhren, in die Sie Ihre Pulsdaten manuell eingeben können. Die Geräte können für verschiedene Pulsbereiche oder für eine ganz bestimmte Herzfrequenz eingestellt werden und zeigen dann an, mit welcher Prozentzahl Ihres Maximalpulses Sie gerade trainieren.

Die fortschrittlicheren Modelle zeigen außerdem an, wie viele Kalorien Sie bei der aktuellen Trainingsintensität verbrennen. Dabei können Sie zwei Werte ablesen: Einer zeigt die im Moment verbrannten Kalorien an, ein zweiter, wie viele Kalorien Sie seit trainingsbeginn bereits verbrannt haben. Wenn Sie den Herzfrequenzmonitor zu Hause an den Computer anschließen, können Sie ihn für künftige Trainingseinheiten neu programmieren.

Badeschlappen
Sie schützen vor Ausrutschen auf glatten Schwimmbadfliesen und sind neben gutem Abtrocknen der Zehenzwischenräume das probate Mittel zur Vorbeugung gegen Fußpilz. Kaufen Sie die Badeschlappen in der passenden Größe, mit einer leicht flexiblen Sohle und einem festen Obergurt. Wenn dieser innen mit Stoff kaschiert ist oder die Sohle aus feinporigem Schaumstoff besteht, dann sollten Sie unbedingt nach jedem Tragen auf gutes Austrocknen achten.

Hilfsmittel

Schwimmbretter
Sie werden in vielfältiger Form angeboten: Bretter in Pfeilform, mit Grifflöchern, aus Styropor, zum Aufblasen oder aus hartem Gusskunststoff.

Prüfen Sie das Brett auf eine gewisse Steifigkeit, damit es sich nicht verwindet, wenn Sie Ihre Arme stabil auflegen wollen. Modelle aus hartem Kunststoff sind nicht nur wegen ihres hohen Gewichtes ungeeignet. Als Spielgerät verwendet, können damit schwere Kopfverletzungen verursacht werden. Kaufen Sie sich das Schwimmbrett in einer Größe und Materialstärke, dass es gerade das Gewicht der Arme ausgleicht. Das Brett soll nicht vollständig unter Wasser gedrückt werden, aber auch nicht mit Ihren Armen wie eine Insel auftreiben. Es sollte auch nur so lang sein, dass es bei ausgestreckten Armen vor Ihrem Körper Platz hat.

Für Kinder gibt es spezielle Größen, denn zu voluminöse Bretter bewirken zu viel Auftrieb und sind damit für Kinder nicht mehr richtig zu handhaben.

Paddles
Für Schwimmpaddles gibt es grundsätzlich zwei Einsatzbereiche: zum einen als Lernmittel für einen technisch sauberen Armzug, zum anderen als Trainingsmittel beim Armzugtraining.

Beim Lernen bzw. Verbessern der Technik führt eine unsaubere Durchführung des Zugmusters unweigerlich zum Verschneiden der Hand. Somit erhalten Sie unmittelbar Rückmeldung, wenn Ihr Zug technisch grundsätzlich verkehrt ist. Verwenden Sie zur Technikschulung Paddles, die nur einen unwesentlich größeren Umfang haben als Ihre Hand.

Der häufigste Anwendungsbereich für Paddles ist das Kraftausdauertraining im Wasser. Je nachdem, ob Sie eher die Kraft- oder die Ausdauer trainieren wollen, sollten Sie die entsprechende Größe wählen. Für mehr Ausdauer und fürs Schnelligkeitstraining nehmen Sie kleinere Paddles. Die Großen legen Sie an, wenn Sie den Kraftanteil erhöhen möchten. Schwimmen Sie aber nicht nur mit großen Paddles. Ihre Züge werden damit zwar immer kräftiger, die Geschwindigkeit dagegen leidet. Die Folge ist, dass Sie ohne entsprechende Zugfrequenz weder sehr schnell, noch sehr ausdauernd schwimmen können.

Flossen
Als Lernhilfe vermitteln Flossen bei den Schwimmtechniken mit Ristschlag schwachen Schwimmern erste Erfolgserlebnisse. Die große Fläche des Flossenblattes hilft – neben der Erzeugung guten Vortriebs – den Bandapparat der Füße zu lockern und zu dehnen, was wiederum für den Antrieb ohne Flossen unbedingt notwendig ist.

Für das Kraftausdauertraining eignen sich Flossen mit kurzem Blatt besser. Mit diesen „Finnen“ kann eine höhere und damit der Wettkampftechnik entsprechende Frequenz erreicht werden.

 

30.08.2010, 08:43 von schwimmadmin | 1026 Aufrufe

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